Abgeschlossene nationale Forschungsprogramme und -intitiativen
Deutschland
Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF)
Vom Bundesamt für Strahlenschutz wurde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in den Jahren 2002 bis 2008 das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) durchgeführt. Das Programm hatte ein Finanzvolumen in Höhe von 17 Mio. € und wurde anteilig aus Haushaltsmitteln des BMU und der vier deutschen Mobilfunk Netzbetreiber finanziert. Ziel des DMF war es, offenen Fragen zu möglichen gesundheitlichen Risiken sowie zu grundsätzlichen biologischen Wirkungen und Mechanismen der beim Mobilfunk verwendeten hochfrequenten elektromagnetischen Felder wissenschaftlich belastbar nachzugehen und damit einen Beitrag zur Verringerung der Unsicherheiten in diesem Bereich zu leisten. Letztendlich dienen die erzielten Ergebnisse der Überprüfung der bestehenden Strahlenschutzmaßnahmen.
Die Forschungsschwerpunkte waren:
- Wirkungsmechanismen der hochfrequenten elektromagnetischen Felder;
- Auswirkungen bei Tieren und beim Menschen;
- Erfassung der Exposition;
- Risikokommunikation.
Nach Auswertung der Ergebnisse sieht das BfS insgesamt keinen Anlass, die Schutzwirkung der bestehenden Grenzwerte in Zweifel zu ziehen. Aufgrund der in einigen Studien gefundenen geringfügigen physiologischen Reaktionen, Hinweisen, dass Kinder eventuell stärker exponiert sein könnten als Erwachsene, und der nicht abschließend geklärten Frage nach gesundheitlichen Risiken bei einer langfristigen Handyexposition empfiehlt das BfS aber weiterhin einen vorsichtigen Umgang mit drahtlosen Kommunikationstechniken.
Alle Informationen zu den einzelnen Forschungsvorhaben, den begleitenden Veranstaltungen und den Ergebnisse des DMF finden Sie unter:
http://www.emf-forschungsprogramm.de/
Schweiz
Nationales Forschungsprogramm „Nichtionisierende Strahlung - Umwelt und Gesundheit“ (NFP57)
Die Projekte des NFP 57 waren darauf ausgerichtet, sowohl die laufende Forschung in der Schweiz als auch die internationale Forschung zu ergänzen. Sie konzentrieren sich auf die fünf Bereiche:
- Dosimetrie und Expositionsmessungen
- Laborstudien
- Epidemiologische Studien
- Zellbiologische Studien
- Studien zur Risikowahrnehmung
Die Forschung sollte dazu beitragen, die gesundheitlichen Risiken nicht-ionisierender Strahlung besser abschätzen zu können und die Maßnahmen des Risikomanagements sowie Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung wirksamer zu gestalten. Für die Durchführung des NFP 57 stand über den Zeitraum von vier Jahren ein Betrag von 5 Millionen Franken zur Verfügung. Die zentralen Ergebnisse des Programms wurden im Sommer 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt. Alle Detailinformationen dazu finden Sie auf der Webseite:
http://www.nfp57.ch/d_index.cfm
