Umfassende Berichte nationaler und internationaler Bewertungsgremien (2011)
- Niederländischer Gesundheitsrat (2011)
Der Niederländische Gesundheitsrat, ein unabhängiges Wissenschaftsgremium, das Regierung und Parlament in Gesundheitsfragen berät und verbindliche Empfehlungen ausspricht, hat am 18.10.2011 seinen Bericht „Influence of radiofrequency telecommunication signals on children’s brains“ veröffentlicht. Wie in früheren Berichten kam das Gremium auf Grund der Auswertung neuerer Forschungsergebnisse zu dem Hauptergebnis, dass „es keine wissenschaftlichen Beweise für einen negativen Einfluss der Exposition gegenüber EMF von Mobiltelefonen, Basisstationsantennen oder WLAN-Geräten auf Entwicklung und Funktion des Gehirns sowie die Gesundheit von Kindern gibt“. Weil es aber „relativ wenig Informationen zu dem Thema gebe“, sei weitere Forschung nötig, „insbesondere zu Effekten bei jungen Kindern und zu Langzeiteffekten“, so der Gesundheitsrat.
EMF Brief 62 vom 26. Oktober 2011 - Internationale Agentur für Krebsforschung (2011)
Am 31.5.2011 hat die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation hochfrequente elektromagnetische Felder (HF-EMF) hinsichtlich ihres krebserregenden Potentials in Gruppe 2B ihrer Klassifizierungsskala eingestuft. Dies ist die mittlere von 5 Klassifizierungsstufen, in die im Jahr 2001 bereits niederfrequente elektromagnetische Felder (NF-EMF) eingestuft wurden. IARC erläuterte diese Entscheidung so: „Die Hinweise wurden kritisch geprüft und insgesamt für Mobiltelefonnutzer hinsichtlich Gliomen und Akustikusneurinomen als ‚begrenzt‘ eingestuft, sowie als ‚unzulänglich‘, um für andere Arten von Krebs Schlüsse zu ziehen. Die Hinweise bezüglich beruflicher und umweltbedingter Exposition wurden ebenso als ‚unzulänglich‘ beurteilt.“ Die Klassifizierung bezieht sich also auf die Benutzung von Handys, nicht aber auf die Emissionen von Mobilfunk-Basisstationen oder Radio- und Fernsehantennen (von der IARC hier „umweltbedingte Exposition“ genannt).
EMF-Brief vom 09.06.2011
EMF-Brief vom 07.07.2011 - Wissenschaftlicher Beirat Funk, Österreich (2011)
Das Gremium stellt in seinem Konsensusbericht 2011 einstimmig fest, dass sich die Erkenntnislage gegenüber der letzten Konsensus-Konferenz im April 2010 nicht verändert hat: Eine Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunk konnte bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Es ist daher auch weiterhin davon auszugehen, dass Mobilfunk - bei Einhaltung der Grenzwerte - keine Gesundheitsgefahr für den Menschen darstellt. Empfohlen wird aber ein sorgsamer Umgang mit den modernen Mobilfunktechnologien. Download des WBF-Expertenkonsens 2011: http://www.wbf.or.at/wbf-expertenforum/expertenforum-2011/
Eine umfassende Auflistung aller Stellungnahmen von Gesundheitsbehörden und Expertengruppen zum möglichen Gesundheitsrisiko durch hochfrequente elektromagnetische Felder sowie sicheren Grenzwerten stellt die GSM Association auf ihrer Webseite zur Verfügung.
http://www.gsmworld.com/our-work/public-policy/health/reports_statements_index.htm

