Umfassende Berichte nationaler und internationaler Bewertungsgremien (2009-2010)

  • Weltgesundheitsorganisation (2010)
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine im Jahr 2010 eine aktualisierte Fassung ihres Faktenblatts Nr. 193 "Electromagnetic fields and public health: mobile phones" veröffentlicht. Darin berücksichtigt sind Forschungsergebnisse, die seit der Publikation des letzten Faktenblatts aus dem Jahr 2000 veröffentlicht wurden.  Als Kernaussagen fasst die WHO zusammen:
    • Derzeit nutzen weltweit etwa 4,6 Millarden Menschen Mobiltelefone.
    • Bis heute konnten keine negativen Gesundheitseffekte durch den Gebrauch von Mobiltelefonen festgestellt werden.
    • Derzeit werden Studien durchgeführt, die mögliche Langzeiteffekte erfassen sollen.
    • Die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer erhöht das Risiko von Verkehrsunfällen.
    http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs193/en/

  • Wissenschaftlicher Beirat Funk, Österreich (2010)
    Einmal jährlich sichtet, analysiert und bewertet der Wissenschaftliche Beirat Funk (WBF) – beratendes Gremium des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) – die aktuellen wissenschaftlichen Studien zum Thema „Mobilfunk und Gesundheit“ und gibt dazu ein Konsensus-Statement ab. Nach eingehender Prüfung der Studienlage sowie intensiver Diskussion kamen die Experten einstimmig zu dem Ergebnis, dass nach aktuellem Stand zwar vereinzelte Effekte durch den Mobilfunk beschrieben wurden, eine Gesundheitsgefährdung jedoch bisher nicht – wissenschaftlich schlüssig – nachgewiesen werden konnte.
    http://www.wbf.or.at/wbf-expertenforum/


  • ICNIRP (2009)
    Jüngster Bericht der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) zum aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand der Wirkung elektromagnetische Felder. Im Fokus der Analysen standen wissenschaftliche Ergebnisse zur Bedeutung von elektromagnetischen Feldern für die Gesundheit, die seit dem letzten ICNIRP-Bericht im Jahr 1998 durchgeführt und veröffentlicht wurden. Der über 300 Seiten umfassende Bericht für den gesamten Hochfrequenzbereich gliedert die Forschungsergebnisse in die drei Gebiete Dosimetrie, experimentelle biologische Studien und epidemiologische Erhebungen.
    http://www.icnirp.de/documents/RFReview.pdf


    Eine gesonderte Veröffentlichung des ICNIRP-Unterkomitees "Epidemiologie" analysiert speziell die bislang publizierten epidemiologischen Erhebungen zum Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen im Kopfbereich und der Handynutzung.
    http://journals.lww.com/


  • Wissenschaftliche Ausschuss der EU für neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken (2009)
    Der "Wissenschaftliche Ausschuss für neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken" (SCENIHR) hat im Jahr 2009 seine Bewertung zu möglichen Risiken elektromagnetischer Felder  aktualisiert. Im Auftrag der Europäischen Union wertete der Ausschuss mehr als 200 Studien aus, die seit dem letzten Bericht aus dem Jahr 2007 veröffentlicht wurden. Keine der Studien hat nach Meinung des Ausschusses Hinweise auf gesundheitliche Risiken erbracht.  Offene Fragen sieht SCENIHR bei der Langzeitnutzung von Mobiltelefonen und bezüglich der Auswirkungen hochfrequenter Felder auf Kinder.
    http://ec.europa.eu/health/opinions2/de/elektromagnetische-felder/index.htm
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  • Stahlenschutzbehörden der skandinavischen Länder (2009)
    Gemeinsame Stellungnahme der nationalen Strahlenschutzbehörden der nordischen Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. Aus Sicht der Behörden gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis für gesundheitsschädliche Effekte durch Mobilkommunikation, weder von Basisstationen noch von Mobiltelefonen, unterhalb der von der ICNIRP empfohlenen Grenzwerte.
    http://www.stralsakerhetsmyndigheten.se/
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Eine umfassende Auflistung aller Stellungnahmen von Gesundheitsbehörden und Expertengruppen zum möglichen Gesundheitsrisiko durch hochfrequente elektromagnetische Felder sowie sicheren Grenzwerten stellt die GSM Association auf ihrer Webseite zur Verfügung.
http://www.gsmworld.com/our-work/public-policy/health/reports_statements_index.htm